Werkzeug · XRechnung

Leitweg-ID prüfen.
Aufbau, Prüfziffer, Fehlerort.

Leitweg-ID aus der Ausschreibung oder Bestellung eingeben. Sie sehen, ob Grobadressierung, Feinadressierung und Prüfziffer stimmen, und an welcher Stelle ein Tippfehler sitzt. Rechnet im Browser, nichts wird übertragen.

Rechnungsbearbeitung in einer Behörde mit Bildschirm, Rechnungsstapel und Stempel

Leitweg-ID eingeben

Beispiel aus der Spezifikation: 04011000-1234512345-06. Mit falscher Prüfziffer: 04011000-1234512345-07.

Rechnet vollständig im Browser nach der Leitweg-ID-Formatspezifikation Version 2.0.2 (KoSIT, 28.07.2021), Prüfziffer nach ISO/IEC 7064 Mod 97-10. Es werden keine Daten übertragen.

So sieht Ihr Befund aus

Beispielbefund für die Leitweg-ID 04011000-1234512345-06 aus der KoSIT-Spezifikation: gültig, Prüfziffer 06 bestätigt. Mit der Prüfziffer 07 meldet das Werkzeug den Fehlerort und die erwartete Prüfziffer.

In Ordnung

Leitweg-ID 04011000-1234512345-06: gültig

Die Leitweg-ID 04011000-1234512345-06 ist formal gültig: Grobadressierung 04011000, Feinadressierung 1234512345, Prüfziffer 06 stimmt.

Leitweg-ID04011000-1234512345-06
Ergebnisgültig
Grobadressierung04011000
Feinadressierung1234512345
Prüfziffer06
Erwartete Prüfziffer06
Länge22 Zeichen
RegionBremen

Prüfung je Bestandteil

  • ok: Grobadressierung „04011000“: 8 Ziffern, Bundesland/Bund-Kennzahl 04 = Bremen.Elemente: Land 04, Regierungsbezirk 0, Kreis 11, Gemeinde/Verband 000.
  • ok: Feinadressierung „1234512345“: 10 Zeichen.Hinweis der Spezifikation: Eine Feinadressierung, die mit einem Buchstaben beginnt, macht Bindestrich-Verschiebungen erkennbar.
  • ok: Prüfziffer 06 ist korrekt: 0401100012345123450006 modulo 97 = 1.ISO/IEC 7064 Mod 97-10; Berechnung: 98 − (04011000123451234500 mod 97 = 92) = 06.

Aufbau

BestandteilWertLängeRegel
Grobadressierung040110008 StellenPflicht, 2–12 Ziffern
Feinadressierung123451234510 Stellenoptional, bis 30 alphanumerisch
Prüfziffer062 StellenPflicht, ISO 7064 Mod 97-10

Grundlage

Leitweg-ID Format-Spezifikation Version 2.0.2 (KoSIT, 28.07.2021): Grobadressierung 2–12 Ziffern aus Regionalschlüssel-Teilen, Feinadressierung optional bis 30 alphanumerische Zeichen, Prüfziffer 2 Ziffern nach ISO/IEC 7064 Mod 97-10 über Grob- und Feinadressierung ohne Bindestrich (Buchstaben A = 10 … Z = 35), Trennzeichen Bindestrich-Minus U+002D, Gesamtlänge 5–46. Das Werkzeug prüft Form und Prüfziffer, nicht ob eine Behörde die ID vergeben hat.

Grundlagen: Leitweg-ID Format-Spezifikation v2.0.2, KoSIT, 28.07.2021 · ISO/IEC 7064:2003 (Mod 97-10) · XRechnung 3.0.2, BR-DE-15 (BT-10 Käuferreferenz)

Wer braucht das

Vier Gruppen, die täglich mit Leitweg-IDs arbeiten.

Lieferanten der öffentlichen Hand

Handwerk, Bau, IT, Dienstleister: Jede Rechnung an Bund, Land oder Kommune braucht die ID im Feld BT-10.

Rechnungsbüros und Kanzleien

Stellen Rechnungen für Mandanten aus und prüfen die IDs aus Dutzenden Bestellungen vor dem Versand.

Vergabestellen und Behörden

Teilen ihre Leitweg-ID in Ausschreibungen mit und prüfen, ob die veröffentlichte ID korrekt gebildet ist.

Softwarehersteller

Bauen die Eingabeprüfung in Rechnungsprogramme ein und brauchen ein Referenzergebnis nach Spezifikation.

Was geprüft wird

Acht Prüfschritte nach der Formatspezifikation 2.0.2.

Zeichenvorrat

Ziffern, Buchstaben A bis Z und Bindestrich-Minus; Leerzeichen, Umlaute und andere Trennzeichen werden gemeldet.

Zerlegung

Grobadressierung, optionale Feinadressierung und Prüfziffer an den Bindestrichen getrennt.

Grobadressierung

2 bis 12 Ziffern; erste zwei Stellen als Bundesland- oder Bundeskennzahl nach dem amtlichen Gemeindeschlüssel.

Feinadressierung

Bis zu 30 alphanumerische Zeichen; Buchstaben werden für die Prüfziffer in Zahlen 10 bis 35 übersetzt.

Prüfziffer

ISO/IEC 7064 Mod 97-10: Zahl ohne Bindestriche mit Prüfziffer modulo 97 muss 1 ergeben; sonst wird die erwartete Prüfziffer gezeigt.

Gesamtlänge

Mindestens 5, höchstens 46 Zeichen einschließlich Bindestriche.

Fehlerort

Jeder Verstoß nennt den Bestandteil und die Position, damit der Tippfehler sofort sichtbar ist.

Region

Zuordnung der ersten beiden Ziffern zu Bundesland oder Bund als Plausibilitätshinweis, ohne Gewähr für die Vergabe.

So geht es weiter

Drei Stufen, jede für sich nutzbar. Nichts davon setzt eine Anmeldung voraus.

Stufe 1: Kurzbefund sofort

Das Werkzeug oben liefert den Befund ohne Anmeldung und ohne persönliche Daten. Datei oder Adresse rein, Ergebnis lesen.

Stufe 2: Vollbefund als PDF

Alle Zeilen, alle Fundstellen, alle Grundlagen in einer Datei zum Weitergeben an Kanzlei, Agentur oder Elektrobetrieb. Nur Ihre E-Mail-Adresse.

Stufe 3: Wir beheben es

Sie fordern ein Angebot an. Betreff und Kennzahlen aus dem Befund sind vorausgefüllt. Wir antworten per E-Mail mit Umfang und Festbetrag.

Was mit Ihren Daten passiert

Hochgeladene Dateien werden nach der Auswertung sofort gelöscht. Das PDF liegt 24 Stunden unter einem zufälligen Link und wird dann automatisch entfernt. Gespeichert bleiben nur E-Mail, Firma und Kennzahlen zur Bearbeitung.

Vollbefund als PDF anfordern

Führen Sie zuerst das Werkzeug aus. Danach können Sie den Vollbefund zu genau diesem Ergebnis anfordern.

Die Leitweg-ID: Format, Prüfziffer, Praxis

Was die KoSIT-Spezifikation festlegt und wo Rechnungen daran scheitern.

Wozu die Leitweg-ID dient

Seit dem 27.11.2020 müssen Lieferanten des Bundes Rechnungen elektronisch als XRechnung einreichen (E-Rechnungsverordnung des Bundes, § 3 ERechV); die Länder haben entsprechende Verordnungen. Die Rechnung geht an eine zentrale Eingangsplattform (ZRE für den Bund, OZG-RE für angeschlossene Länder und Kommunen, eigene Plattformen etwa in Bremen oder Nordrhein-Westfalen). Von dort muss sie zur bestellenden Stelle: Das leistet die Leitweg-ID. Sie wird vom Auftraggeber vergeben und mit der Bestellung mitgeteilt. In der XRechnung steht sie im Feld BT-10 (Käuferreferenz, UBL cbc:BuyerReference); die Geschäftsregel BR-DE-15 macht das Feld zur Pflicht.

Der Aufbau nach Spezifikation 2.0.2

Die Koordinierungsstelle für IT-Standards (KoSIT) hat die Leitweg-ID-Formatspezifikation in Version 2.0.2 am 28.07.2021 veröffentlicht. Drei Bestandteile: Die Grobadressierung ist Pflicht, 2 bis 12 Ziffern, aufgebaut aus Teilen des Regionalschlüssels: Kennzahl des Bundeslandes (zwei Stellen, 00 für den Bund), Regierungsbezirk (eine Stelle), Landkreis (zwei Stellen), Gemeindeverband oder Gemeindekennzahl (3, 4 oder 7 Stellen). Die Feinadressierung ist optional, bis zu 30 alphanumerische Zeichen, und wird mit einem Bindestrich-Minus (U+002D) angeschlossen; sie bezeichnet eine Abteilung, einen Buchungskreis oder eine Dienststelle. Die Prüfziffer ist Pflicht, zwei Ziffern nach einem weiteren Bindestrich. Daraus folgt eine Gesamtlänge von 5 bis 46 Zeichen.

Die Prüfziffer

Die Prüfziffer wird nach ISO/IEC 7064:2003 im Verfahren Modulo 97-10 gebildet, demselben wie bei der IBAN. Die Spezifikation rechnet es am Beispiel 04011000-1234512345 vor: Grobadressierung 04011000 und Feinadressierung 1234512345 ohne Bindestrich zusammenfügen, zwei Nullen anhängen (04011000123451234500), modulo 97 ergibt 92, und 98 minus 92 ist 06. Enthält die Feinadressierung Buchstaben, werden sie vorher durch ihre Position im Alphabet ersetzt, beginnend mit A = 10 bis Z = 35. Zur Prüfung teilt man die vollständige Zahl mit Prüfziffer durch 97; bleibt der Rest 1, ist die Leitweg-ID formal gültig. Weil der Bindestrich nicht in die Berechnung eingeht, erkennt die Prüfziffer eine Verschiebung des Bindestrichs zwischen Grob- und Feinadressierung nicht; die Spezifikation empfiehlt deshalb, die Feinadressierung mit einem Buchstaben zu beginnen.

Typische Fehler

  • Ziffernfolge aus der PDF kopiert: Der Bindestrich wird beim Kopieren zum Gedankenstrich oder geht verloren; die Plattform erkennt die ID nicht.
  • Buchstabe O statt Null: In der Feinadressierung erlaubt, in der Grobadressierung nicht. Die Prüfziffer deckt den Unterschied nur auf, wenn sich der Zahlenwert ändert.
  • Alte Leitweg-ID: Behörden ändern Feinadressierungen bei Umstrukturierungen. Die ID aus der letzten Bestellung ist nicht automatisch die aktuelle.
  • Leitweg-ID in das Feld Bestellnummer geschrieben: Sie gehört in BT-10, nicht in BT-13 (Bestellreferenz). Beide Felder können gefüllt sein.
  • Prüfung nur auf Länge: Rechnungsprogramme, die nur die Länge prüfen, lassen vertauschte Ziffern durch; die Ablehnung kommt dann von der Plattform.

Was eine saubere Lösung ausmacht

Die Leitweg-ID wird je Auftraggeber in den Stammdaten gepflegt, bei der Erfassung mit Prüfziffer validiert und automatisch in BT-10 übernommen. Vor dem Versand prüft ein Validator die gesamte XRechnung gegen das aktuelle KoSIT-Regelwerk; die Übermittlung an ZRE, OZG-RE oder Landesplattform wird mit Zeitstempel und Rückmeldung protokolliert. Wie wir den Rechnungsausgang an Behörden einrichten, steht unter https://netzhandwerker.de/anzeige/xrechnung-behoerden; die Rechnung selbst erzeugen und prüfen Sie unter https://netzhandwerker.de/werkzeuge/xrechnung-erstellen.

Quellen: Leitweg-ID Format-Spezifikation Version 2.0.2, KoSIT, 28.07.2021 (Kapitel 2.1 bis 2.5); ISO/IEC 7064:2003; XRechnung 3.0.2, Geschäftsregel BR-DE-15; E-Rechnungsverordnung des Bundes (ERechV) § 3.

Weiterführend auf netzhandwerker.de

Leitweg-ID richtig, Rechnung trotzdem abgelehnt?

Wir binden Ihr Rechnungsprogramm an die Rechnungseingangsplattformen von Bund und Ländern an: Leitweg-ID je Auftraggeber hinterlegt, XRechnung automatisch erzeugt, vor dem Versand validiert, Übermittlung protokolliert. Festbetrag nach Sichtung Ihres Rechnungsausgangs.

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Beschreiben Sie, was aus dem Befund werden soll. Betreff und Kennzahlen sind nach dem Prüflauf vorausgefüllt. Wir antworten per E-Mail an support@netzhandwerker.de mit dem nächsten Schritt.

Häufig gestellte Fragen

Was ist die Leitweg-ID?

Die Kennung, mit der eine XRechnung an die richtige Stelle in der öffentlichen Verwaltung geleitet wird. Sie steht in der Rechnung im Feld BT-10 (Käuferreferenz) und wird vom Auftraggeber mit der Bestellung mitgeteilt. Ohne gültige Leitweg-ID weist die Rechnungseingangsplattform die Rechnung zurück.

Wie ist sie aufgebaut?

Nach der KoSIT-Formatspezifikation 2.0.2: Grobadressierung (2 bis 12 Ziffern, aus Teilen des amtlichen Regionalschlüssels: Bundesland, Regierungsbezirk, Landkreis, Gemeinde), optional ein Bindestrich und eine Feinadressierung (bis 30 alphanumerische Zeichen), dann ein Bindestrich und die zweistellige Prüfziffer. Gesamtlänge 5 bis 46 Zeichen.

Wie wird die Prüfziffer berechnet?

Nach ISO/IEC 7064 Modulo 97-10, wie bei der IBAN: Grob- und Feinadressierung ohne Bindestriche aneinanderhängen, Buchstaben durch ihre Position ersetzen (A = 10 bis Z = 35), zwei Nullen anhängen, die Zahl modulo 97 rechnen und den Rest von 98 abziehen. Zur Prüfung muss die vollständige Zahl mit Prüfziffer modulo 97 den Rest 1 ergeben.

Warum meldet das Werkzeug einen Fehler, obwohl die ID aus der Bestellung stammt?

Meist ein Übertragungsfehler: Ziffer vertauscht, Bindestrich an falscher Stelle, Buchstabe O statt Ziffer 0, Leerzeichen am Ende. Das Werkzeug zeigt, welcher Bestandteil nicht passt. Stimmt die Prüfziffer trotz korrekter Übertragung nicht, fragen Sie beim Auftraggeber nach; die ID kann falsch kommuniziert worden sein.

Bedeutet gültig, dass die Behörde die ID verwendet?

Nein. Das Werkzeug prüft Aufbau und Prüfziffer. Ob eine Behörde die ID tatsächlich vergeben hat, steht in keinem öffentlichen Verzeichnis; einige Länder bieten eine Auskunft über ihre Rechnungseingangsplattform. Die Bestellung oder der Vertrag ist die verbindliche Quelle.

Wo wird die Leitweg-ID in der XRechnung eingetragen?

In UBL im Element cbc:BuyerReference, in CII im Element ram:BuyerReference. Die Regel BR-DE-15 der XRechnung verlangt das Feld; fehlt es, scheitert die Validierung. Unser Werkzeug XRechnung erstellen setzt die Leitweg-ID automatisch an die richtige Stelle.

Gilt die Leitweg-ID auch für Rechnungen an Unternehmen?

Nein. Sie ist eine Adressierung für die öffentliche Verwaltung. Im B2B-Geschäft dient BT-10 als freie Käuferreferenz, etwa für eine Bestellnummer, und unterliegt keiner Prüfziffer.

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