Bankumsätze in DATEV importieren: CSV, camt.053 und Konten ohne Bankzugang
Die kurze Antwort
DATEV nimmt Kontoumsätze aus Bank online, aus Bankprogrammen im Format MT940 oder als ASCII-Weiterverarbeitungsdatei an. Eine beliebige Bank-CSV passt meist nicht direkt. Konten ausländischer Banken wie Revolut oder Wise lassen sich laut DATEV nicht direkt importieren, wohl aber im ASCII-Format mit einer deutschen Hilfs-Kontonummer. Für Kreditkarten gibt es keine einheitliche Schnittstelle.
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Die Lage 2026: MT940 ist raus, camt.053 ist Standard
Die Deutsche Kreditwirtschaft hat das MT940-Format im November 2025 aus ihrem Regelwerk entfernt. Banken stellen Kontoumsätze seitdem im Format camt.053 bereit. DATEV hat die Bankverbindungen im eigenen Rechenzentrum dafür auf die neue Payment-Cloud-Infrastruktur umgezogen; dort werden die Umsätze automatisiert übernommen.
Für den manuellen Weg hat DATEV angekündigt, den Import von MT940- und ASCII-Dateien in die Rechnungswesen-Programme auch nach November 2025 weiter anzubieten. Für camt.053-Dateien ist ein manueller Upload über den kostenpflichtigen DATEV Bankdatenservice vorgesehen. Wer bisher mit Dateien aus einem Bankprogramm gearbeitet hat, sollte deshalb einmal prüfen, welches Format die eigene Bank heute noch liefert.
In der DATEV-Community ist die Frage, was nach MT940 kommt, einer der meistgelesenen Bank-Threads. Viele Kanzleien arbeiten noch mit gemischten Wegen je Mandant.
Die Importwege im Überblick
| Konto | Weg | Voraussetzung | Stolperstein |
|---|---|---|---|
| Deutsche Bank mit Online-Zugang | DATEV Bank online oder Bankdatenservice | Bankverbindung eingerichtet, IBAN in den Stammdaten | Nach der Umstellung fehlende Umsätze durch falsche Quelle oder fehlende IBAN |
| Deutsche Bank über Bankprogramm | Datei im Format MT940 oder ASCII, teils direkter DATEV-Export | Bankverbindung in der Datei identisch mit den Stammdaten | Bank liefert nur noch camt.053 |
| Ausländische Bank (Revolut, Wise, SumUp-Geschäftskonto) | ASCII-Datei mit deutscher Hilfs-Kontonummer | CSV-Export der Bank, Umwandlung per ISWL Bankkonverter oder Konverter | Kein direkter Import, Fremdwährung |
| Kreditkarte | ISWL Bankkonverter oder ASCII aus Excel | Existierende deutsche IBAN in den Bank-Stammdaten | Keine einheitliche Schnittstelle |
Deutsche Bank mit Online-Zugang
Der einfachste Fall. Über DATEV Bank online oder den Bankdatenservice holt DATEV die Umsätze selbst ab, im PIN/TAN-Verfahren oder über EBICS. Umsätze aus dem PIN/TAN-Verfahren werden laut DATEV im Rechenzentrum gespeichert; für die erste Übernahme in das Rechnungswesen-Programm ist einmal eine manuelle Abholung nötig.
Fehlen nach der Umstellung auf die Payment-Cloud-Infrastruktur Umsätze, nennt DATEV zwei naheliegende Ursachen: In den Bank-Stammdaten ist die Quelle der Kontoumsätze falsch eingestellt, oder in den zentralen Mandantendaten fehlt bei der Bankverbindung die IBAN.
Arbeitet der Betrieb mit einem eigenen Bankprogramm, exportiert er die Umsätze als Datei. Neben MT940 bieten manche Bankprogramme laut DATEV auch einen direkten DATEV-Export an. Den Pfad kann man mit Platzhalter hinterlegen, etwa *.sta, damit wechselnde Dateinamen gefunden werden.
Revolut, Wise und andere Auslandskonten
Hier liegt das eigentliche Problem vieler Betriebe. DATEV schreibt dazu klar: Kontoumsätze einer ausländischen Bankverbindung können nicht direkt in das Rechnungswesen-Programm importiert werden, weder über den Bankdatenservice noch als ASCII- oder MT940-Datei aus einem Bankprogramm. Das gilt für viele Digitalbanken, etwa mit litauischer oder belgischer IBAN, und ebenso für das SumUp-Geschäftskonto.
Möglich ist ein Umweg, den DATEV selbst beschreibt: Die Umsätze werden im ASCII-Format importiert, und in die Umsatzdatei wird eine deutsche Hilfs-Kontonummer eingepflegt. DATEV bietet dafür das Programm ISWL Bankkonverter an. In der Community werden außerdem weitere Werkzeuge genannt, und manche Kanzleien bauen sich Makros oder Skripte.
Worauf es in der Praxis ankommt
- Exportformat der Bank: Jede Bank liefert ihre CSV anders, mit eigenen Spaltennamen, Datumsformaten und Vorzeichen. Ein fester Übersetzungsschritt je Bank vermeidet Handarbeit.
- Fremdwährung: Konten mit mehreren Währungen brauchen eine Regel, welcher Betrag übernommen wird. Das legt die Kanzlei fest.
- Doppelte Umsätze: Wird ein Zeitraum zweimal exportiert, erkennt DATEV bereits importierte Umsätze. Überschneidende Zeiträume sollten trotzdem gar nicht erst entstehen.
- Salden: Anfangs- und Endsaldo der Datei müssen zum Kontoauszug passen. Stimmen sie, stimmt der Monat.
Für das SumUp-Geschäftskonto gilt dasselbe; die übrigen SumUp-Besonderheiten stehen im Beitrag SumUp-Mandanten in DATEV buchen.
Kreditkartenumsätze
Für Kreditkartenkonten gibt es laut DATEV derzeit keine einheitliche Schnittstelle. DATEV nennt zwei Wege: Die Kreditkartenabrechnung wird mit dem ISWL Bankkonverter in Kontoumsätze umgewandelt, oder sie wird in Excel so aufbereitet, dass sie als ASCII-Weiterverarbeitungsdatei importiert werden kann. In beiden Fällen muss in den Bank-Stammdaten eine existierende deutsche IBAN hinterlegt sein.
Wird die Kreditkarte über ein Girokonto abgerechnet und erscheinen die Umsätze dort einzeln, ist der Weg über das Girokonto oft einfacher als ein eigenes Kreditkartenkonto.
Die ASCII-Weiterverarbeitungsdatei: das gemeinsame Ziel
Für fast alle Sonderfälle läuft es auf dieselbe Datei hinaus: eine CSV-Datei mit der Spaltenfolge, die DATEV für Kontoumsätze aus Bankprogrammen ohne DATEV-Schnittstelle festlegt (Dok. 1036444). Aus einer solchen Datei erzeugt das Rechnungswesen-Programm Buchungsvorschläge wie aus jedem anderen Bankweg.
Eine Bank-CSV unterscheidet sich davon typischerweise an diesen Stellen:
- Spaltenreihenfolge und Spaltennamen
- Datumsformat, etwa Jahr zuerst statt Tag zuerst
- Beträge mit Punkt statt Komma und mit Vorzeichen statt Soll-Haben-Kennzeichen
- Verwendungszweck über mehrere Spalten verteilt oder zu lang
- Zeichensatz, erkennbar an verstümmelten Umlauten im Verwendungszweck
- Leerzeichen in IBAN oder BIC
Einmal von Hand ist das in Excel machbar. Jeden Monat wiederholt, lohnt ein Konverter mit festen Regeln. In der Community berichten Kanzleien von selbstgebauten Makros, die nur eine Person bedienen kann; genau das wird zum Risiko, wenn diese Person fehlt.
Jeden Monat dieselbe Bank-CSV von Hand umbauen?
Wir bauen einen Konverter, der den Export Ihrer Bank in eine Datei übersetzt, die DATEV annimmt. Lokal, mit Saldenprüfung, zum Festpreis.
Wenn der Import scheitert
Beim Import prüft das Rechnungswesen-Programm die Kontoumsatzdatei. Scheitert die Prüfung, nennt DATEV im Hilfe-Center unter anderem diese Ursachen:
- Kontonummer, IBAN, Bankleitzahl oder BIC enthalten Leerzeichen.
- In der Datei steht eine andere Bankverbindung als in den Bank-Stammdaten.
- Die Datei enthält keine neueren Umsätze als bereits vorhanden.
- Alle Umsätze der Datei wurden schon bei einem früheren Import übernommen.
- Die Datei enthält keine Umsätze für das geöffnete Wirtschaftsjahr.
Hinzu kommt der Fall der ausländischen IBAN, bei dem der direkte Import grundsätzlich nicht vorgesehen ist. Die Abhilfe ist fast immer, die Datei selbst zu korrigieren oder neu zu erzeugen, nicht die Einstellungen im Programm zu verbiegen.
Checkliste vor dem ersten Import
- Bankverbindung in den Stammdaten angelegt, IBAN ohne Leerzeichen.
- Bei Auslandskonten: Weg über ASCII mit deutscher Hilfs-Kontonummer geklärt.
- Zeitraum der Datei liegt im geöffneten Wirtschaftsjahr und überschneidet sich nicht mit früheren Importen.
- Anfangssaldo der Datei entspricht dem Kontoauszug.
- Probeimport mit einem kurzen Zeitraum, erst danach der ganze Monat.
- Endsaldo nach dem Import gegen den Kontoauszug abgeglichen.
Für Steuerkanzleien, deren Mandanten Exporte aus Kasse, Shop oder Marktplatz liefern, bauen wir je Mandant einen Konverter: die Kanzlei-Datenbrücke.
Häufige Fragen
Kann ich Bankumsätze als CSV in DATEV importieren?
Ja, wenn die Datei als ASCII-Weiterverarbeitungsdatei aufgebaut ist, also mit der Spaltenfolge, die DATEV für den Import von Kontoumsätzen vorgibt. Eine beliebige Bank-CSV passt meist nicht direkt und muss vorher umgewandelt werden, von Hand in Excel oder mit einem Konverter.
Wie bekomme ich Revolut- oder Wise-Umsätze in DATEV?
Nach DATEV-Angaben lassen sich Kontoumsätze einer ausländischen Bankverbindung nicht direkt importieren. Möglich ist der Import im ASCII-Format mit einer deutschen Hilfs-Kontonummer in der Umsatzdatei. DATEV bietet dafür den ISWL Bankkonverter an; alternativ erzeugt ein eigener Konverter die passende Datei aus dem CSV-Export der Bank.
Warum lehnt DATEV meine Kontoumsatzdatei ab?
DATEV nennt unter anderem diese Ursachen: Leerzeichen in IBAN oder BIC, eine andere Bankverbindung in der Datei als in den Bank-Stammdaten, keine neueren Umsätze als bereits vorhanden, alle Umsätze schon früher importiert, oder keine Umsätze im geöffneten Wirtschaftsjahr.
Funktioniert MT940 in DATEV noch?
Die Deutsche Kreditwirtschaft hat MT940 im November 2025 aus ihrem Regelwerk entfernt, Banken liefern Kontoumsätze nun als camt.053. DATEV hat angekündigt, den Import von MT940- und ASCII-Dateien in die Rechnungswesen-Programme auch darüber hinaus anzubieten.
Wie importiere ich Kreditkartenumsätze in DATEV?
Für Kreditkartenkonten gibt es laut DATEV derzeit keine einheitliche Schnittstelle. DATEV nennt zwei Wege: den ISWL Bankkonverter oder eine in Excel aufbereitete ASCII-Weiterverarbeitungsdatei. In beiden Fällen muss in den Bank-Stammdaten eine existierende deutsche IBAN hinterlegt sein.
Warum fehlen nach der Umstellung Kontoumsätze?
DATEV nennt für fehlende Umsätze nach der Migration in die Payment-Cloud-Infrastruktur unter anderem eine falsch eingestellte Quelle der Kontoumsätze und eine fehlende IBAN in den Bank-Stammdaten. Beides lässt sich in den Stammdaten prüfen.
Lohnt sich ein eigener Konverter oder reicht Excel?
Für einen einmaligen Import reicht Excel. Wiederholt sich der Import jeden Monat, ist ein Konverter mit festen Regeln sicherer als ein Makro, das nur eine Person bedienen kann. Er prüft Summen und Salden bei jedem Lauf gleich.
Übernehmen die Netzhandwerker die Buchhaltung?
Nein. Wir bauen den Datenweg: aus dem Export der Bank eine Datei, die DATEV annimmt. Buchung und steuerliche Beurteilung bleiben bei der Kanzlei.
Quellen
- DATEV: Kontoumsätze bereitstellen, Umstellung auf camt.053
- DATEV Hilfe-Center: Bankkontoumsätze einer ausländischen Bankverbindung übernehmen (Dok. 1008809)
- DATEV Hilfe-Center: Umsätze von Kreditkartenkonten übernehmen (Dok. 1024397)
- DATEV Hilfe-Center: Kontoumsätze über Bankprogramm ohne DATEV-Schnittstelle (Dok. 1036444)
- DATEV Hilfe-Center: Kontoumsätze über Bankprogramm mit DATEV-Schnittstelle (Dok. 1030312)
- DATEV Hilfe-Center: REW20076 beim Import einer Kontoumsatzdatei (Dok. 1026116)
- DATEV Hilfe-Center: Fehlende Kontoumsätze nach Migration in die Payment-Cloud-Infrastruktur (Dok. 1039397)
- DATEV-Community: Bankumsätze, zukünftiges Format nach MT940
- DATEV-Community: Revolut Business und DATEV
- DATEV-Community: Wise als Hauptbank eines Mandanten
Alle Angaben geprüft am 11.09.2026. DATEV ändert Menüs und Verfahren gelegentlich; maßgeblich ist das jeweils aktuelle Hilfe-Dokument.